Foto-Aktion des Programms „Parlamentarier schützen Parlamentarier – Türkei

Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages sind entsetzt über den menschenverachtenden Terroranschlag in Istanbul. Wir begrüßen, dass der Anschlag auch von der Opposition in der Türkei unmissverständlich verurteilt wird. Viele von uns haben sich bereits vor Wochen zusammengefunden, um das Programm des Bundestages „Parlamentarier schützen Parlamentarier“ im Falle unserer türkischen Parlamentskolleginnen und -kollegen zum Einsatz zu bringen.

Fotocredit: Andreas Amann

Wir bewerten die Lage in der Türkei differenziert und teilweise unterschiedlich. Einig sind wir uns aber darin, dass die politische Debatte in einem Land in keinem Fall dazu führen darf, dass frei gewählte Abgeordnete, aber auch Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Journalistinnen und Journalisten, inhaftiert werden. Deshalb solidarisieren sich Abgeordnete aller Fraktionen im Deutschen Bundestag in Form von persönlichen Patenschaften mit Ihnen.

Wir verlangen, dass insbesondere die Rechte der Abgeordneten in der Türkei respektiert werden und aus ihrem Mandat keinerlei Verfolgung entsteht und ersuchen die türkische Regierung um sofortige Freilassung von Inhaftierten.

Wir werden unsere Möglichkeiten nutzen, immer wieder auf die Lage der türkischen Kolleginnen und Kollegen aufmerksam zu machen. Zurzeit sind 36 Abgeordnete der HDP in das Parlamentarierschutzprogramm aufgenommen. Das Programm steht aber für alle bedrohten Kolleginnen und Kollegen in der Türkei und anderen Ländern offen.

Am Dienstag, den 13. Dezember, zeigten wir vor dem Reichstag in Berlin Solidarität mit der verfolgten HDP. Die im PsP-Programm engagierten MdB kamen zu einer Protestaktion mit Fotos ihrer Kolleginnen und Kollegen in der Türkei zusammen.