Tag des Ehrenamtes – Bürgerschaftliches Engagement braucht gute Rahmenbedingungen

Sönke Rix, Sprecher der Arbeitsgruppe Familie, Senioren, Frauen und Jugend; Svenja Stadler, engagementpolitische Sprecherin: Am 5.12.2015 ist Tag des Ehrenamtes. Das ist für die SPD-Bundestagsfraktion ein guter Anlass, den vielen Engagierten in Deutschland zu danken. Wir wollen sie weiter unterstützen und ihr Engagement stärker fördern.

Svenja Stadler, MdB

„Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sorgen in diesen Tagen dafür, dass Menschen, die vor Krieg, Terror und Vertreibung flüchten, mit Hilfsbereitschaft und Mitgefühl empfangen werden. Auch über die Hilfe für Menschen mit Fluchterfahrungen hinaus setzen zahlreiche Engagierte einen beträchtlichen Teil ihrer Zeit, Kraft und ihr Geld für ein gutes Zusammenleben in unserer Gesellschaft ein. Jeder dritte Deutsche über 14 Jahren übt ein Engagement aus. Dafür gebührt ihnen größte Anerkennung und unser aller Dank.

Darüber hinaus verdienen die Engagierten unsere Unterstützung. Die SPD-Bundestagsfraktion war in den Verhandlungen zum Bundeshaushalt 2016 Anwältin der freiwilligen Helferinnen und Helfer. Wir haben dafür gesorgt, dass die Koordination des bürgerschaftlichen Engagements verbessert, der Bundesfreiwilligendienst aufgestockt, die Beratung und Betreuung von Flüchtlingen intensiviert und die Arbeit der Wohlfahrtsverbände für Menschen mit Flüchtlingserfahrungen zusätzlich gefördert wird.

Das bürgerschaftliche Engagement ist  selbstbestimmt, unentgeltlich und freiwillig. Es ist ausdrücklich kein Lückenbüßer für nicht wahrgenommene staatliche Verantwortung. Deshalb wollen wir eine klare Trennung von Erwerbsarbeit und bürgerschaftlichem Engagement.

Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich für tragfähige und dauerhafte Netzwerkstrukturen ein. Dafür brauchen wir mehr und gut ausgestattete Freiwilligenagenturen, Seniorenbüros, Bürgerstiftungen, Nachbarschaftszentren und weitere lokale Anlaufstellen. Denn Engagement braucht nachhaltige Strukturen. Und eine solidarische und demokratische Gesellschaft braucht ein starkes bürgerschaftliches Engagement.“