SPD-Bundestagsabgeordnete begrüßen Vorrang der Erdverkabelung im Gleichstromleitungsbau

Bürgerinitiativen und SPD-Bundestagsabgeordnete der Landesgruppen Niedersachsen/Bremen setzen sich bei Verhandlungen durch – Erdverkabelung bekommt bei SuedLink Vorrang.

Bernd Westphal, MdB
Matthias Miersch, MdB

Nach intensiven Verhandlungen innerhalb der Koalition wird heute (03.12.2015) der Vorrang der Erdverkabelung im Gleichstromleitungsbau im Deutschen Bundestag beschlossen werden. Dieser wird dann beispielsweise für die geplante Gleichstromtrasse von Nord nach Süd, dem sogenannten SuedLink gelten.

Nach der Verabschiedung des Gesetzes im Plenum kann der für die Energiewende notwendige Netzausbau nun endlich Fahrt aufnehmen. „Ohne ausreichende Leitungen kann der regenerative Strom nicht vom Ort seiner Erzeugung im Norden zu den Verbrauchern in den Süden transportiert werden“, so der stellvertretende Vorsitzende der Landesgruppen Niedersachsen/Bremen, Matthias Miersch.

Mit der Verabschiedung des Energieleitungsbaugesetzes haben sich die Sachargumente vieler Bürgerinnen und Bürger sowie vieler Räte und Kreistage durchgesetzt. Des Weiteren wurden im Bereich der Wechselstromleitungen insgesamt elf Pilotprojekte festgelegt, die durch die Option der Teilerdverkabelung die Möglichkeit des Testens der unterschiedlichen regionalen Bedingungen und das Voranbringen von Innovationen ermöglichen.

„Mit dem Vorrang der Erdverkabelung bei Gleichstromleitungen und den elf Pilotprojekten bei Wechselstromleitungen schaffen wir nicht nur mehr Akzeptanz, sondern befördern die Innovation in diesem wirtschaftlichen Bereich. Deutschland wird auch hier seiner Vorreiterrolle gerecht“, erklärt Bernd Westphal, Sprecher der Arbeitsgruppe Wirtschaft und Energie in der SPD-Bundestagsfraktion.

„Uns als Landesgruppe freut dies sehr. Durch den verstärkten Einsatz der Erdverkabelung werden wir sowohl zu einer deutlichen Steigerung der Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürger als auch zur Beschleunigung des Netzausbaus beitragen können. Die von Beginn an gestellte Forderung der SPD-Bundestagsfraktion nach einem Vorrang der Erdverkabelung war daher wichtig und richtig“, bekundet der stellvertretende Vorsitzende Matthias Miersch.