Die Frauenquote ist ein historischer Erfolg

Der Koalitionsausschuss hat gestern den Weg frei gemacht für gerechte Chancen von Frauen in Unternehmen. Am 11. Dezember kann der Gesetzentwurf von Manuela Schwesig und Heiko Maas für mehr Frauen in Führungspositionen nun vom Kabinett beschlossen werden.

Carola Reimann, MdB

Carola Reimann, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion:

„Die neuen Regelungen für Frauen in Aufsichtsräten und Vorständen werden für spürbare nachhaltige Veränderungen in unseren Unternehmen und Betrieben sorgen. Frauen werden künftig nicht mehr – trotz bester Qualifikation – vor verschlossenen Chefetagen stehen. Damit lösen wir endlich das Versprechen unseres Grundgesetzes auf gleiche Lebenschancen, unabhängig vom Geschlecht, ein großes Stück weiter ein. Unser Blick auf Frauen und Männern wird sich verändern und endlich die individuellen Fähigkeiten ans Licht bringen. Deshalb hat die Quote nicht nur Bedeutung für Führungsfrauen. Die Quote wird die ganze Unternehmenskultur verändern. Wenn weibliche Vorstände von DAX-Unternehmen und Frauen als Aufsichtsratsvorsitzende endlich Normalität sind, wird das auch für mehr Gleichstellung in den unteren Hierarchieebenen sorgen. Heute ist ein guter Tag für Frauen. Und weil mehr Chancengleichheit und Partnerschaftlichkeit auch hilft, Männer aus Rollenstereotypen zu befreien, ist es auch ein guter Tag für sie. Denn auch Männer werden künftig leichter vielfältige Lebensentwürfe verwirklichen können, zum Beispiel wenn sie sich mehr Zeit für ihre Kinder nehmen wollen. Weinen werden heute nur die Ewiggestrigen, die mit ihren Störmanövern über Wochen und Monate den guten Gesetzentwurf von Manuela Schwesig und Heiko Maas torpediert haben.“