Kabinenluft kann Gesundheit schaden

Berlin, 21.05.2014 „Die Studie der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung hat erstmals offiziell bestätigt, dass es schädliche Kabinenluft, so genannte Fume Events gibt“, erklärt Kirsten Lühmann, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion. Laut den Schlussfolgerung der Studie haben diese Fume Events zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen von Flugzeuginsassen geführt und Mitglieder der Kabinenbesatzung in ihrer Arbeitsleistung beeinträchtigt.

Kirsten Lühmann, MdB

Die SPD hat bereits seit Jahren auf diese Gefahr hingewiesen und gefordert,
konkrete Maßnahmen zu ergreifen“, erinnert Kirsten Lühmann „nun hat die
Studie endlich auf eine signifikante Anzahl von Fällen toxischer Belastung
der Kabinenluft aufmerksam gemacht.“ Insgesamt hat die Studie 460 Fälle von
Geruchs- oder Rauchentwicklung mit zum Teil gesundheitlichen Beschwerden
untersucht. „Das ist eine beachtliche Zahl, die nicht mehr ignoriert werden
darf“, so die Abgeordnete weiter. Diese Fume Events waren in einigen Fällen,
so die Studie, sogar Ursache für schwere Störungen und führten dazu, dass
Piloten Sauerstoffmasken aufsetzen mussten oder ein Pilot sogar teilweise
nicht flugtauglich war. „Erschreckend, dass die Studie weder
Regelmäßigkeiten noch Ursachen für die kontaminierte Luft feststellen
konnte. Nur die schädlichen Folgen sind klar“, sagt Kirsten Lühmann.

„Wir unterstützen die Vorschläge der BFU und fordern weitere umfassende,
wissenschaftliche Untersuchungen, damit die Gefahr für Passagiere und
Bordpersonal schnell und effektiv beseitigt wird,“ sagt Kirsten Lühmann „Die
Studie ist ein dringender Hinweis, Maßnahmen zur Ursachenforschung und
Risikobeseitigung einzuleiten.“