Minijobs führen in die berufliche und finanzielle Sackgasse

Zur Anhebung der Minijob-Grenze von 400 Euro auf 450 Euro erklärt die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Caren Marks: In Sonntagsreden klagt Frau von der Leyen über Altersarmut und werktags wird die Minijobgrenze angehoben. Damit erhöht sie das Armutsrisiko, insbesondere für Frauen. Denn Minijobs ergeben eben auch nur Mini-Renten.

Caren Marks, MdB

Minijobs sind weiblich – mehr als zwei Drittel der Minijobs werden von Frauen ausgeübt, die Stundenlöhne liegen überwiegend unter 8,50 Euro. Studien belegen: Minijobs sind keine Brücken in den regulären Arbeitsmarkt, sondern verhindern sogar den Wechsel in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

Häufig werden von den Arbeitgebern gesetzliche Bestimmungen unterlaufen, nur deshalb sind Minijobs für diese billiger als reguläre Beschäftigung. Viele Beschäftigte wissen nicht um ihre Rechte: Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, bezahlter Urlaub und bezahlte Überstunden sowie tarifgerechte Bezahlung gelten auch für Minijobs.

Anstatt die Minijob-Grenze anzuheben und Altersarmut sowie die Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt zu vergrößern sollten Frau von der Leyen und die schwarz-gelbe Koalition endlich für Ordnung auf dem Arbeitsmarkt sorgen. Die SPD fordert einen gesetzlichen Mindestlohn, sozial abgesicherte und existenzsichernde Beschäftigung und eine wirksame Reform der Minijobs, die den Missbrauch der geringfügigen Beschäftigung bekämpft.