Umsteuern: Abschied vom Ehegattensplitting

Die herkömmliche Rollenteilung von der Hausfrau oder Zuverdienerin und dem männlichen Haupternährer hat ausgedient - zumindest wenn man nach den Vorstellungen von Frauen und Männern fragt. Die strukturellen Rahmenbedingungen müssen dafür noch geschaffen werden.

Ein großes Hindernis auf dem Weg zur Gleichstellung von Frauen und Männern ist das deutsche Steuersystem: Das Ehegattensplitting zementiert die ungleiche Rollenverteilung zwischen Ehepartnern. Der Splitting-Effekt, bei dem das zusammen veranlagte Einkommen des Ehepaars durch die fiktive Teilung deutlich geringer besteuert wird als bei getrennter Veranlagung, ist umso größer, je unterschiedlicher beide Ehepartner verdienen. Am meisten profitieren klassische Alleinverdiener- oder Zuverdienstehen. Zeitgemäß ist das nicht, gerecht auch nicht. Wir wollen deshalb das Ehegattensplitting reformieren und rücken dabei die Erhöhung der Frauen-Erwerbstätigkeit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den Vordergrund. Anstelle des Ehegattensplittings wollen wir als ersten Schritt eine Individualbesteuerung von Ehegatten mit Unterhaltsabzug für künftige Ehen einführen.

Welche beschäftigungspolitischen Effekte hätte die Einführung einer Individualbesteuerung für Frauen? Wie ist die Individualbesteuerung mit Unterhaltsabzug rechtlich zu bewerten? Darüber wollen wir mit Euch diskutieren.

Mit freundlichen Grüßen
Eure

Caren Marks, MdB
Christel Humme, MdB

Verantwortliche Projekt „Gleichstellung“  der SPD-Bundestagsfraktion

Nicolette Kressl, MdB
Carsten Schneider, MdB

Verantwortliche Projekt „Steuer- und Finanzierungs-konzept“ der SPD-Bundestagsfraktion


Programm

Zu Beginn steht ein kleiner Imbiss bereit.

12.00 Uhr
Einführung
Christel Humme, MdB,
Sprecherin der AG Gleichstellung

12.10 Uhr
Impuls

Simulationsberechnungen Individualbesteuerung (mit Unterhaltsabzug)
Katharina Wrohlich, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)

Rechtliche Bewertung:
Übergang zur Individualbesteuerung - Reformoptionen und Hürden

Maria Wersig, Deutscher Juristinnenbund (djb)

12.40 Uhr
Diskussion

Moderation: Caren Marks, MdB,
Sprecherin der AG Familie, Senioren, Frauen und Jugend


13.55 Uhr
Schlusswort
Christel Humme, MdB

Wann & Wo

Donnerstag 10.05.2012
12:00 - 14:00 Uhr

Paul-Löbe-Haus
Raum 2.101
Konrad-Adenauer-Straße 1
10557 Berlin

Berlin

 
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