Tag der Gehörlosen: Kommunikation und Teilhabe verbessern

 

Kerstin Tack, MdB

 

Am heutigen Tag rufen die Gehörlosen-Verbände wieder zum „Tag der Gehörlosen“ auf. Gehörlose und hörende Menschen informieren darüber, was es bedeutet, gehörlos zu sein und wie wichtig Gebärdensprache für gesellschaftliche Teilhabe ist. Die SPD-Bundestagsfraktion tritt entschlossen dafür ein, dass die rund 80.000 gehörlosen Menschen in Deutschland überall und selbstbestimmt teilhaben können.

 

„Gehörlosigkeit ist nicht sichtbar und Gebärdensprache oft still. Laut und deutlich sprechen wir uns deshalb gegen den Ausschluss von gehörlosen Menschen aus einzelnen Gesellschaftsbereichen aus. In der aktuellen Legislaturperiode haben wir deshalb zahlreiche Verbesserungen auf den Weg gebracht: Im Bundesteilhabegesetz (BTHG) haben wir klargestellt, dass Assistenzleistungen auch die Verständigung mit der Umwelt umfassen: So zählt zum Beispiel auch das Gebärdensprachdolmetschen dazu. Auch für die Ausübung eines Ehrenamtes oder in Gerichtsverfahren ist der Einsatz von Gebärdendolmetschern inzwischen kostenlos möglich.

Mit der Einrichtung und Evaluierung von „Kompetenzzentren für gehörlose Menschen im Alter“ wurde außerdem der Zugang zur Versorgung für ältere Gehörlose erleichtert. Das Konzept erzielte derart positive Ergebnisse, dass inzwischen weitere Bundesländer entsprechende Zentren einrichten.

Durch das BTHG und das novellierte Behindertengleichstellungsgesetz profitieren Gehörlose darüber hinaus von zahlreichen weiteren Maßnahmen, durch die die Teilhabe und Lebenssituation der Menschen mit Behinderungen verbessert wird. Für die kommende Legislaturperiode setzen wir uns insbesondere dafür ein, den Arbeitsmarkt noch inklusiver zu gestalten, inklusive Sozialräume zu stärken und in Bildung zu investieren.“

 


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