Ländliche Räume brauchen mehr als digitale Trippelschritte

 

Rainer Spiering, MdB

 

Modell- und Demonstrationsvorhaben für digitale Anwendungen im ländlichen Raum auszuschreiben ist das Eine, genügt aber nicht. Es bedarf aber einer zielgenauen Vorstellung, wie die Chancen zum Wandel in der Landwirtschaft genutzt werden können.

 

„Die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt die Ausschreibung des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung für ein Modellvorhaben, mit dem innovative Ideen für digitale Anwendungen für ländliche Räume gesucht werden. Allerdings ist dies nur ein kleiner Trippelschritt. Eine zentral organisierte IT-Plattform wäre ein richtungsweisendes Instrument für die Landwirte. Durch eine verbesserte Bereitstellung und Verwendung von Daten innerhalb der Wertschöpfungskette sowie deren Analyse und Weiterentwicklung können Geschäftsmodelle und Dienstleistungen erneuert, effizienter organisiert und weiterentwickelt werden, um so einen größeren betrieblichen Nutzen zu erreichen, aber auch eine höhere Transparenz für den Verbraucher in der Herstellungsweise und Qualität eines Produktes zu ermöglichen. Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) muss endlich anerkennen, dass die Landwirtschaft immer digitaler wird.

Aus den neuen Möglichkeiten ergeben sich gleichermaßen Chancen und Risiken. Es bedarf rechtlicher Rahmenbedingungen für den Einsatz autonomer Systeme. Es geht um die Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft und um eine auskömmlichere Entlohnung der Landwirte, den pfleglichen Umgang mit Tieren und Umwelt sowie bessere Kontrollen des bestehenden Rechts. Auch die Berufsausbildung in der heutigen Form gehört auf den Prüfstand und muss reformiert werden.

Moderne Technik kann einen wichtigen Beitrag zur Lösung vieler Probleme leisten und das Image der Landwirtschaft und des Berufs stärken. Der Breitbandausbau im ländlichen Raum ist dabei Grundvoraussetzung. Der Bund muss in Kooperation mit den Kommunen und der Wirtschaft noch einiges auf den Weg bringen.“

 


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